Die Stille nach Gabes Worten fühlte sich nicht leer an. Sie fühlte sich schwer an, als hätte die Luft selbst beschlossen, sich nicht mehr zu bewegen.
Annie stand in der Küche und hörte ihrem Sohn zu, wie er hinter ihr auf und ab ging. Jeder Schritt trug die gleiche rastlose Wut in sich, die gleiche Gewissheit, dass das Leben ihn irgendwie benachteiligt hatte.
„Ich verlange nicht viel“, sagte Gabe erneut, seine Stimme nun leiser, aber innerlich schärfer. „Nur etwas Normales. Etwas, das jeder andere auch hat.“
Annie drehte sich schließlich um.
Einen brandneuen Truck. Das war sein Wunsch. Keine Hilfe, kein Verständnis, nicht einmal Zeit – nur den Beweis, dass das Leben ihn fair behandelt hatte.
Doch das Leben war nicht fair gewesen. Nicht zu ihr. Nicht zu ihm. Nicht zu dem Bild seines Vaters, das er sich in seinem Kopf geschaffen hatte.
Und ganz sicher nicht die Wahrheit, die sie jahrelang vergraben hatte.
„Setz dich“, sagte sie leise.
„Ich bin nicht –“
„Gabe. Setz dich.“