Meine Mutter lässt den Eintopf den ganzen Tag im Schongarer auf Warmhalten. Das erscheint mir nicht sicher, aber sie sagt, so würden Bakterien ferngehalten. Wer hat Recht?

Expertenmeinungen zur Sicherheit beim Schongaren
Viele Lebensmittelexperten warnen davor, die Warmhaltefunktion von Schongarern zu verwenden. Sie betonen, dass Schongarer zwar grundsätzlich sicher sind, aber sachgemäß verwendet werden müssen. Experten empfehlen, Speisen zunächst auf niedriger oder hoher Stufe zu garen, bis die sichere Kerntemperatur erreicht ist, bevor man auf Warmhalten umschaltet.
Die Bedienungsanleitung des Herstellers liefert spezifische Hinweise für das jeweilige Slow-Cooker-Modell. Experten betonen außerdem die Wichtigkeit der Verwendung eines Lebensmittelthermometers, um sicherzustellen, dass die Speisen die erforderliche Temperatur beibehalten.
Die Wissenschaft hinter dem Warmhalten von Lebensmitteln
Die Warmhaltefunktion basiert auf dem Prinzip, die Temperatur der Speisen zu erhalten, ohne sie weiter zu garen. Wissenschaftlich betrachtet wird dabei darauf geachtet, dass die Speisen über der Mindesttemperatur von 60 °C (140 °F) gehalten werden, um Bakterienwachstum zu verhindern. Diese Funktion ist jedoch nicht dazu gedacht, die Temperatur der Speisen zu erhöhen, sondern sie lediglich konstant zu halten.
Damit die Warmhaltefunktion effektiv ist, muss das Essen durch ordnungsgemäßes Garen zunächst eine sichere Kerntemperatur erreichen. Ist das Essen zu Beginn zu kalt, reicht die Warmhaltefunktion allein möglicherweise nicht aus, um es sicher zu halten, da es dadurch nicht gleichmäßig oder vollständig erhitzt wird.