Vor der Hochzeit gekauft.
In meinem Namen.
Doña Teresa wusste davon nichts oder gab vor, es nicht zu wissen. Für sie war jeder Mann ein Besitzer und jede Frau sollte ihm dankbar sein.
In jener Nacht, als sie immer noch schrie, schickte ich das Video an meinen Anwalt, meinen Finanzdirektor und die Personalabteilung.
Am nächsten Morgen kam Alejandro ins Büro und sein Computer ließ sich nicht einschalten.
Um 9:20 Uhr wurde sein Zugang zum Unternehmen gesperrt.
Um 10:00 Uhr wurde seine Profilizenz annulliert.
Um 11:15 Uhr wurde der Fahrer des auf den Namen meiner Firma zugelassenen Geländewagens angewiesen, ihn abzuholen.
Und mittags wechselte der Schlüsseldienst das Schloss am Haus aus.
Als Teresa mit ihrem Schlüssel eintreten wollte, ging die Tür nicht auf.
Und das Schlimmste hatte noch nicht einmal begonnen…
TEIL 1
—Wenn du noch einen zerreißt, Teresa, hast du morgen nicht einmal mehr den Schlüssel zu diesem Haus.
Der Satz kam so ruhig aus meinem Mund, dass alle in der Küche erstarrten, außer meiner Schwiegermutter, die immer noch mein weißes Kleid in den Händen hielt, das ich gerade für ein Abendessen mit Geschäftspartnern in Santa Fe gekauft hatte.
Doña Teresa blickte mich an, als wäre ich ein unverschämter Diener.
„Jetzt willst du mich im Haus meines Sohnes bedrohen?“, spuckte sie ihm entgegen. „Du bist nichts, Mariana. Alles, was du besitzt, hat dir Alejandro gegeben.“
Bevor ich antworten konnte, riss sie so heftig am Stoff, dass das Kleid in zwei Teile zerriss. Der Knall durchfuhr mich wie ein Stein. Nicht wegen des Geldes, sondern wegen der Demütigung. Ich hatte das Kleid selbst bezahlt, von meinem Gehalt, dem Gehalt meiner Firma, von dem Geld, das ich vor meiner Heirat auf meinem Konto hatte.
Alejandro stand in der Nähe des Kühlschranks, seine Krawatte war gelöst und sein Gesichtsausdruck müde.